Trügerischer Schein

by Lena Bloom | Mystery & Thrillers |
ISBN: 3826755618 Global Overview for this book
Registered by wingZa-idawing of Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on 2/4/2020
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Journal Entry 1 by wingZa-idawing from Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, February 04, 2020
Aus Amazon
Einzig der Minnesänger hoch über den Brunnenschalen im Nürnberger Rosenaupark scheint Zeuge des Verbrechens zu sein. Sein unbewegter Blick aus bronzenen Augen fällt auf die Tote weit unter ihm. Hauptkommissarin Johanna Uhl von der Mordkommission 2 nimmt die grotesk entstellte Leiche in Augenschein und hebt beim Anblick des stummen Zeugen weit über ihr resigniert die Schultern. Die aufreibende Suche nach gesprächigeren Zeugen und vor allem nach dem Täter führt in eine Seniorinnen-WG, der auch das Opfer, eine renommierte Professorin, angehört hatte. Richtet sich der Verdacht gar auf die alten Damen, die mit recht eigenartigen Gepflogenheiten aufwarten? Ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten allerdings auch die Mitarbeiter des wissenschaftlichen Instituts, das die Professorin bis zu ihrem gewaltsamen Tod geleitet hatte. Selbst ein Student, in dessen WG es staunenswert ungewöhnlich zugeht, rückt in den Kreis der Verdächtigen. Das Opfer erweist sich in der Rückschau als ein ziemlicher Satansbraten. Sollte das am Ende das Motiv für ihre Ermordung sein?
Der Leser wird bei der Fahndung nach dem Täter durch Nürnberg geführt, verweilt in barocken Gärten und hält an imposanten Brunnenanlagen inne. Wie die Ermittlergruppe wird auch er sich mehr und mehr eingestehen müssen, dass der Schein trügt und das Auge perfekt getäuscht wird.
Mit der Souveränität und Meisterschaft zur Komposition, die ein großes erzählerisches Talent erkennen lassen, führt uns die Autorin im Rahmen einer überaus spannenden Handlung aber auch – gewissermaßen nebenher – wichtige Aspekte sozialen Miteinanders vor Augen, insbesondere mit Blick auf die ältere Generation, das Leben von Senioren und ihre zu einem nicht unbeträchtlichen Teil von der Gesellschaft erzwungenen Gewohnheiten betreffend, ihre Sehnsüchte und Gefühle, berichtet genau und verständlich und schildert mit Präzision, ohne Schuldzuweisungen zu erheben oder gar wertend aufzutreten.
Von Beginn an in der Mitte des Geschehens, fühlt sich der Leser fürsorglich an die Hand genommen und darf teilhaben an den oft verblüffenden Antworten auf die nicht selten skurrilen Fragen dieser Kriminalgeschichte. Der Roman »Trügerischer Schein« schließt sich nahtlos und überzeugend an das erfolgreiche Debütwerk der Autorin an. Er ist spannend, informativ und von äußerster Kurzweil bestimmt. Weder ermangelt es ihm an Witz noch fehlen die Überraschungen. Ein Muss für Freunde der anspruchsvollen Kriminalliteratur.


Das Buch hab ich letztes Wochenende von meiner Freundin A. bekommen 🤩Wunderbar, das ist der 2. Teil und ich hab noch den 1. und 3. Teil ungelesen hier 😁

Journal Entry 2 by wingZa-idawing at Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, February 06, 2021
Auch der zweite Teil hat mir sehr gut gefallen. Es gab viele Verdächtige und es blieb spannend bis zum Schluss. Mir gefällt die Sprache und auch der Humor.

Allerdings hat die Autorin (Pseudonym von Ottilie Arndt) eine blöde Angewohnheit. Sie verwendet relativ unübliche Wörter oder Redewendungen ziemlich häufig. Schon im 1. Teil ist mir aufgefallen, dass es ihr das Wort "maliziös" angetan hat und auch in diesem Band kam es mindestens 4 x vor.

Dann soll die eine Dame im Krimi mit ihrem Enkel im Tiergarten Affen gefüttert haben. Tsss, garantiert nicht!

Auch aufs Fränkische ging die Oberpfälzerin (die ganz jung nach Nürnberg kam) ein paarmal falsch ein, z. B.:

"Die Verballhornung zu „Balazzo Brozzi“ mutete geradezu wie eine Liebeserklärung an das fränkische Unvermögen an, p und b zu unterscheiden."

Der Franke kann die Buchstaben unterscheiden. Er kann die Buchstaben p und t aber halt nicht aussprechen 🤣

Jaaa, das Lektorat halt... Mal dass statt das und ein paar andere Kleinigkeiten. Deswegen ziehe ich Punkte von dem ansonsten guten Krimi ab.

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